radikal narrativ — Thesen

  • Der Narrativ ist die Literatur des 21. Jahrhundert.
  • Narrative sind grenzenlos. Sie überqueren Grenzen und verbinden Orte und entgehen so der Begrenztheit konzeptgeleiteter Perpektiven.
  • Narrative sind zeitlos. Sie verlieren nicht an Relevanz, auch wenn sie von vergangenen Zeiten handeln oder aus vergangenen Zeiten stammen.
  • Narrative lassen den Dingen ihr Leben, ihre Vielheiten und ihre Widersprüchlichkeiten.
  • Narrative fordern die Deutungshoheit der Wissenschaft heraus.
  • Narrative sind keine Vorstufe einer Analyse, sondern der Schlüssel zur Theorie. Ohne Narrative versagt alles Theoretische. Ohne Narrativ fehlt dem Theoretischen das verstörende Moment des Lebens und somit die Grundlage, etwas über das Selbige auszusagen.
  • Narrative machen aus der gewohnten Erklärperspektive des Wissenschaftlers eine Erfahrungsperspektive.
  • Narrative vermitteln zwischen Menschen und bauen Brücken des Verständnisses.

One response to “ radikal narrativ — Thesen ”

  1. […] Lücke in der regional ausgerichteten und ethnographischen Literatur. Das Verlagsprogramm ist dabei radikal narrativ und will von Regionen und ihrem dortigen Alltag erzählen. In unseren Publikationen folgen wir […]

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