Taqi Akhlaqi: Aus heiterem Himmel / Va naagahaan

Cover Taqi Akhlaqi: Vorder- und Rückseite

Cover Taqi Akhlaqi: Aus heiterem Himmel (Vorder- und Rückseite)

Broschur, 173 Seiten
Aus dem Persischen (Dari) von Susanne Baghestani
(1-74 Deutsche Übersetzung / 75-173 Dari)
Inhalt u Leseprobe
Inhalt u Leseprobe_Dari
Preis: 14 Euro (plus 2 Euro Versandkosten innerhalb Deutschland, Versandkosten international nach Absprache)

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ISBN: 978-3-942527-06-4

Mit dem zweisprachigen Erzählband Aus heiterem Himmel / Va naagahaan starten wir unsere neue Reihe „Übersetzungen“. Der Autor Taqi Akhlaqi ist 1986 geboren und lebt in Kabul. Die unter dem Titel „Aus heiterem Himmel / Va naagahaan) versammelten 8 Kurzgeschichten Taqi Akhlaqis entstanden zwischen September 2015 und Dezember 2016 und liegen sowohl im Original (Persisch/Dari) als auch in Deutscher Übersetzung von Susanne Baghestani vor.

2014 schrieb Taqi Akhlaqi in seinem Gastbeitrag „Die kurze Zeit der Träume“ in der nzz über die schwierige Situation von Schriftstellern in Afghanistan:

Zurzeit verbringen wir schicksalsträchtige Tage. Es ist möglich, dass mit dem Ende des Jahres 2014 die Festtage vorbei sind und wir in ein Leben ohne Träume und Phantasien zurückkehren müssen. Keiner weiss genau, was geschehen wird. Doch jeder macht sich Sorgen. Nach dem Abzug der Nato werden wir feststellen, wie abhängig wir von den Kontakten zum Westen sind. Viele Künstler haben schon jetzt ihre Märkte verloren, und die Schriftsteller versuchen, das Land zu verlassen. Mit dem Rückzug des Westens wird sich das Problem, Publikum und Auskommen zu finden, erneut verschärfen, und das künstlerische Schaffen wird auf unabsehbare Zeit wieder ins Abseits gedrängt werden. Was übrig bleiben wird, ist eine relative Freiheit auf dem Papier. Wir werden zwar nicht mit den Herausforderungen einer staatlichen Zensur zu kämpfen haben, doch die Selbstzensur bleibt wahrscheinlich noch jahrzehntelang bestehen.

Mit Aus heiterem Himmel liegt jetzt ein literarisches Werk vor, das uns mehr über diese Hoffnungen und Ängste erzählt und davon, wie sich aus Sicht eines afghanischen Schriftstellers das Leben und Schreiben in Kabul in den letzten Jahren entwickelte – in einem Land, das der Westen wieder einmal abgeschrieben zu haben scheint.